Workshops

Antisemitismus ist kein alleiniges Phänomen der Vergangenheit. Hakenkreuze an Synagogen und jüdischen Friedhöfen, verbale und körperliche Gewalt gegen Menschen jüdischen Glaubens oder Entgleisungen auf den sogenannten pro-palästinensischen Demonstrationen — dies alles ist Alltag in Deutschland und darüber hinaus. Der Workshop gibt einen Überblick zum Themenkomplex Antisemitismus, seiner historischen Entwicklung und aktuellen Erscheinungsformen. Auch der wachsende Antisemitismus in Teilen der politischen Linken — besonders nach dem 7. Oktober 2023 — wird Gegenstand sein.

 

Worum geht es?
Antisemitismus | Geschichte des Antijudaismus und Antisemitismus | Aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus (Kontinuität antisemitischer Verschwörungserzählungen, Codes und Chiffren)

Alltagsrassismus kann verschieden in Erscheinung treten — mal offener, mal subtiler. Für Betroffene sind rassistische Diskriminierungen und Ausgrenzungen alltäglich. Nicht-Betroffene nehmen Alltagsrassismus jedoch häufig nicht wahr und/oder hinterfragen ihn nicht, wodurch er weiter reproduziert wird. Alltagsrassismus erkennen und benennen zu können ist daher ein wichtiger Schritt, um ein gleichberechtigtes, demokratisches Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu stärken und dem Phänomen präventiv zu begegnen.

Im Rahmen des Workshops werden deshalb unter anderem die Geschichte, Mechanismen und Erscheinungsformen von (Alltags-)Rassismus in verschiedenen partizipativen Workshopeinheiten behandelt. Gemeinsam wird den Fragen nachgegangen: Wie ist Rassismus eigentlich entstanden? Was ist Alltagsrassismus? Wie wirkt sich rassistische Diskriminierung auf den Alltag von Betroffenen aus? Und wie kann ich ihm entgegentreten? Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden für das Phänomen Alltagsrassismus zu sensibilisieren sowie kritisch eigene rassistische Denk- und Handlungsweisen zu reflektieren. Die Förderung und Stärkung der eigenständigen Positionierung von Seiten der Teilnehmenden sowie die Erweiterung der eigenen Reflexionsfähigkeit durch den gegenseitigen Austausch ist dabei ein zentraler Aspekt des Workshops.

 

Worum geht es?
Enstehung und Geschichte von Rassismus | Enstehung und Wirken von Vorurteilen | Formen und Wirkung von Alltagsrassismus | Altagsrassismus erkennen und reflektieren | Entwicklung von Handlungsstrategien

Die Debatte um eine „180-Gradwende in der Erinnerungskultur“, insbesondere von rechts — vereinzelt aber seit neuestem auch von links — gefordert, trifft einen zentralen Aspekt des historischen Bewusstseins in Deutschland. Innerhalb der Bevölkerung lassen sich zwei Tendenzen feststellen: Während der eine Teil an der Ausweitung von Möglichkeiten zur Erinnerung vergangener Ereignisse arbeitet, setzt sich ein anderer Teil für eine Abkehr vom sogenannten „Schuldkult“ ein.
Der Workshop dient dazu, den Teilnehmenden ein authentisches Bild von Erinnerungskultur zu vermitteln, da die heutige Generation zwar nicht für Vergangenes schuldig ist, aber Verantwortung dafür trägt, dass speziell die Verbrechen des Nationalsozialismus und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Der Workshop geht der Frage nach, welche Bedeutung die Erinnerungskultur für die Identitätsbildung einer Nation hat und welche Formen des Gedenkens existieren. Erinnerungskultur als Prävention von menschenfeindlichen Einstellungen und das Untersuchen von Parallelen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart verdeutlichen dabei die Aktualität und Notwendigkeit dieses Diskurses.

 

Worum geht es?
Wortbedeutung von Erinnerungskultur | Erinnerungskulturelle Debatten von 1945 bis heute | Instrumentalisierung von Erinnerungskultur durch Rechtsextreme | Diskussion über eigene Positionierung | Fokus auf Erinnerungspolitik in Sachsen

Rechtspopulisten und Rechtsextreme versuchen im Augenblick die Meinungshoheit in einigen Politikfeldern zu gewinnen. Das betrifft insbesondere die Asyl- und Migrationsdebatte, das Thema der Meinungsfreiheit („Lügenpresse“) oder das Einfordern von Mitbestimmung („Wir sind das Volk“). Neue Erscheinungsformen des Rechtsextremismus finden gesellschaftlichen Anschluss und werden vermehrt über die Sozialen Medien verbreitet. Der Ton der Forderungen reicht von moderat bis hoch aggressiv. Privatpersonen, aber auch Funktionsträger wie Flüchtlingshelfer, Kommunal- und Landespolitiker und selbst Journalisten stehen oft fassungslos vor der Art und dem Inhalt der Argumente, die vorgetragen werden. Das aber ist fatal. Gerade in diesem Augenblick ist es nicht nur notwendig, Gesicht zu zeigen, sondern auch verbal kontra geben zu können.

Im Rahmen des Workshops setzen sich die Teilnehmenden daher mit der Ideologie des Nationalsozialismus und des Rechtsextremismus sowie deren aktuellen Erscheinungsformen auseinander, wie bspw. rechtsextreme Musik, Symbole und Codes, die in den sozialen Medien verwendet werden. Anhand von Alltagsbeispielen lernen die Teilnehmenden zudem gegen menschenfeindliche Äußerungen zu argumentieren.

 

Worum geht es?
Ideologie des Nationalsozialismus | Elemente rechtsextremer Weltanschauungen | Codes und Symbole
(u. a. in Sozialen Medien) | Musik als Sprachrohr rechtsextremer Weltanschauungen | Argumentationstraining gegen menschenfeindliche Positionen

Das Lok/EZH-Projekt konzentriert sich zwar auf die Geschichte unter zwei Diktaturen. Diese kann jedoch nicht verstanden werden, ohne den Hintergrund des langen Ringens um Demokratie in Deutschland. Insbesondere in Leipzig hat das Kämpfen um Demokratie — mit allen Niederlagen und Siegen — eine lange Geschichte.

Der Workshop will eine kleine Demokratiegeschichte Leipzigs versuchen und klären, warum das Spiel mal in die eine, mal in die andere Richtung lief. Und wir reden darüber, wie die lange Geschichte von Lok Leipzig und seiner Vorgänger hier eingebettet werden kann. Dabei erhalten die Teilnehmer positive Anknüfungspunkte für die Vereinsgeschichte. Denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel …

Treffpunkt: Altes Rathaus, Marktseite

 

Worum geht es?
Demokratiegschichte Leipzigs | Anknüpfungspunkte für die Vereinsgeschichte